Mittwoch, April 24, 2013

Morgenmuffel-Müsli-Frühstückskeks

Eigentlich stammt das Grundrezept hierfür aus einem "Lifestyle-Ratgeber" eines "Trenddiät-Gurus"... oder so ;) Die Idee ist, dass man bei einer Heißhunger-Attacke nicht zu sinnlosem Zucker und Fett (Schokolade, Chips etc.) greift, sondern etwas isst was den Magen langfristig füllt und dem Körper Energie aus Vollkornkrams zuführt statt aus Zucker und der Blutzucker dann nach dem kurzen Hoch sofort wieder abfällt.
Man kann diese Kekse aber auch als Frühstücksersatz vrwenden, ein Keks hat ca. 150 Kalorien, 2 Stück wären als Hauptmahlzeit also locker drin.



Kommen wir nun also zum Thema: Ich bin ein mörderischer Morgenmuffel und ich habe vor Allem morgens überhaupt keinen Hunger. Zum Einen ist das schlecht für den Magen, in den man morgens immer nur einen starken Kaffee reinkippt, mehr nicht. Zum Anderen habe ich am Mittag dann so Hunger, dass ich mir die größten Portionen reinhaue und danach eigentlich erstmal 2 Stunden schlafen gehen kann.... Nunja.^^

So kam ich dann also auf die Idee, mir zum Kaffee morgens einfach so einen Müslikeks reinzumümmeln! Ich finde die schmecken wirklich gut, und ehe man ungesundes Zeugs isst auch für Zwischendurch echt ne schöne Sache.

Rezept:
5 EL Apfelmus
2 EL gehackte Mandeln oder Mandelmus
1 EL Leinöl oder anderes Öl (Sonneblume etc.)
4 EL Agavendicksaft
1 großes Ei
1 Vanilleschote
120g Vollkornweizenmehl
1/2 TL Backpulver
1 gestrichener TL Zimt
1 Prise gemahlener Pfeffer
1 Prise Salz
130g Molkepulver Vanille
180g Haferflocken
200g Trockenfrüchte
100g Nuss-Mix

...eventuell noch flüssige Diätsüße oder Steviapulver, wenn es einem nicht süß genug ist. Aber Achtung: Die Stevia-Süße aus dem Supermarkt enthält zum größten Teil Maltodextrin, also doch wieder Chemiezucker! Reines Stevia bekommt man im Internet, eventuell auch Reformhaus. Mir persönlich waren die Kekse dank Fruchtzucker aus den getrockneten Früchten dann wirklich süß genug.



Ofen auf 180 Grad vorheizen. Apfelmus, gehackte Mandeln, Öl, Agavendicksaft, Ei, das Mark der Vanilleschote und Zimt mit dem Handrüher leicht schaumig rühren.

Dann Mehl, Backpulver, Peffer, Salz, Molkepulver und Hafeflocken zugeben. Die Trockenfrüchte etwas mit einem Messer zerhacken, ebenso die Nüsse und ebenfalls hinzugeben. Alles mit einem Löffel unterrühren und zu 16 Häufchen aufs Backblech (mit Backpapier drauf) geben (am besten mit den Händen zu Kugeln rollen und dann draufdrücken).

Ich hab mir gedacht, man könnte die nochmal etwas variieren, indem man Molkepulver Erdbeer mit getrockneten Cranberries statt gemischtem Obst nimmt. Oder Molkepulver Schoko mit getrockneten Bananen, oder getrockneten Äpfeln.... Nunja, ich werde experimentieren :)







Dienstag, April 23, 2013

Selbstgemachte Gemüsebrühe

Wie es der Zufall so will, habe ich in letzter Zeit häufiger gelesen, dass man Gemüsebrühe ja auch selber machen kann. Diesen Tip fand ich in einer Zeitschrift, in einem Buch sowie im Internet, sodass meine innere Stimme anfing mir zuzuflüstern "Versuch das mal! Los!" ;)


Gleich vorweg: DAS ist definitiv nix für Leute die es eilig haben, die vor körperlicher Arbeit zurückschrecken und keine eingesaute Küche haben wollen!

Die Zutaten:

2 große Stangen Porree
4 große Möhren
1 mittelgroße Sellerie-Knolle
1 Bund Petersilie
Meersalz (im Verhältnis 1:2 zur Menge des getrockneten Gemüses)

Zunächst alles ordentlich waschen und kleinschneiden. Hier fängt es schon an, man braucht ein scharfes Messer sonst wird der Sellerie und auch das andere knackige Gemüse zum Gewaltakt. Dann soll das Ganze möglichst fein zerkleinert werden, hierzu könnte man einen Fleischwolf oder Mixer verwenden, las ich im Internet.
Da war doch irgendwo noch ein nie verwendeter Fleischwolf auf dem Schrank, den wir mal beim Penny eingesackt hatte.... "Man braucht den bestimmt irgendwann mal!". Nun war es also soweit dachte ich, aber Pustekuchen. Das Ding war mit einer komischen silbernen Farbschicht überzogen, die schon beim Auspacken auf meinen Händen kleine Glitzerpünktchen hinterließ.... Hallo?? Da mach ich doch keine Lebensmittel rein, wie soll man das nachher noch essen?! Unfassbar... Also weg damit.
 Zweiter Versuch mit meinem MegaMaxx, dieser kleine Standmixer den wahrscheinlich jeder schon irgendwann mal im Teleshopping bewundern durfte. Das Problem bei derart matschigem Gemüse: Es klebt sofort am Rand fest und die Messer des Mixers drehen leer. Da hilft dann etwas schütteln, aber das Gefäß dieses Mixers ist einfach zu klein, zu wenig leerer Raum um das Gemüse durchzuschütteln.
Also dritter Versuch mit einem Pürierstab... Ich machs kurz: Die dicken Stücke kriegt der nicht durch, die Möhren wurden zu kleinen Kügelchen abgefräst und flogen mir irgendwann um die Ohren.
Als ich also schon fast aufgeben wollte fiel mir ein: Mein Hase hat ja auch irgendwo nen alten Mixer gehabt, sonen großer Standmixer.... Raussuchen, saubermachen, Gemüse rein.... Und mit viel hin und her Gerüttel und Geschüttel wenigstens annähernd klein bekommen!



Die ganze Masse wird nun auf zwei Backblechen (mit Backpapier drauf) ausgestrichen und in den Backofen bei 80°C zum Trocknen gesteckt. Dabei muss die Backofentür einen Spalt aufbleiben (und ein Fenster auf Kipp) damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Im Internet las ich von ca. 4 Stunden Trocknungszeit, dies kann ich persönlich nicht bestätigen. Nach 8 Stunden (zwischendurch immer mal mit einem Löffel durchgraben und wenden!) habe ich das Ganze dann erstmal rausgeholt und über Nacht an der Luft stehen lassen. Es empfiehlt sich Ober- und Unterhitze zu verwenden, da Heißluft das Ganze zu schnell braun werden lässt (und es Euch evtl. um die Ohren fliegt wenn es trocken ist).

Wenn das Ganze einen gewissen Trocknungsgrad erreicht hat, sollte man nochmal versuchen es im Mixer weiter zu zerkleinern, da die größeren Stücke sonst nicht wirklich durchtrocknen. Dieses nochmal gemixte Zeug hab ich dann wie gesagt über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag nochmal in den Ofen und bei 80° ca. 1 Stunde nachtrocknen lassen, dann war es aber schon ganz gut. Nochmal in den Mixer damit, ich habs dann auch gesiebt und die gröberen Stücke nochmal in den Mixer gegeben.



Nun wird das Gemüsepulver abgewogen, bei mir waren es etwa 260g. Das bedeutet nun, dass 130g Meersalz abgewogen werden und dazukommen (ich hab auf 150g aufgerundet). Dann das Gemisch wieder in den Mixer und zerkleinern. Das Salz wirkt wie ein Trennmittel sodass nun auch die Gemüseteile nicht mehr so stark kleben bleiben und endlich ein schönes Pulver entsteht. Vorsicht: Das Salz kann staubfein zerkleinert werden, wenn der Mixer geöffnet wird, kommt einem eine Wolke entgegen, besser nicht direkt einatmen.

Na gut ich habe dann das Ganze nochmal gesiebt und die groben Stücke nochmal in den Mixer gegeben... Und so weiter und so fort, man merkt wie lieb ich Sieb und Mixer gewonnen habe ;)

Das Resultat sind zwei kleine Gläschen Brühe (aus zwei großen Schüssel voll Gemüse!!), aber dafür völlig ohne Glutamat oder sonstige Zusatzstoffe! Wer Bio-Gemüse kauft, hat nun sogar eine Bio-Brühe.... Und der erste Geschmackstest war sehr gut! :)

Viel Erfolg und Geduld beim Nachbasteln!


Chaos in der Küche....

staubiges Brühe-Sieb

Der rettende Mixer!



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