Freitag, Dezember 14, 2012

Panettone - Stollen - Weihnachtskuchen :)

Hier nun mein Weihnachtskuchenrezept. Eigentlich ist es ein Panettone-Rezept, aber ich hab es in einer Brotbackform gebacken und es schmeckt auch eigentlich wie nen Stollen.... Also jeder darf sich selbst ausdenken was es nun ist, hauptsache es schmeckt ;)


Rezept

500g Mehl
1 Würfel Hefe (42g)
125g Zucker
150ml lauwarme Milch
4 Eier
175g Butter
1 Prise Salz
Abrieb einer halben Zitrone
Mark einer Vanilleschote
50g Orangeat
50g Zitronat
1 TL Lebkuchengewürz
1 Fläschchen Bittermandel Backaroma
200g Rosinen
etwas Rum



Die Rosinen in Rum einlegen. Etwas Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe reinbröckeln, 1 Teelöffel Zucker drüberstreuen. Mit etwas Milch zum Vorteig verrühren. Zugedeckt an einem warmen Platz 15 Minuten gehen lassen. 


Restlichen Zucker, restliche Milch, Eier und Salz in die Schüssel geben, Butter in Würfeln  dazugeben und Teig kneten. Orangeat, Zitronat und die Rosinen (Rum etwas abtropfen lassen) in den Teig hineinkneten. Kuchenform mit Margarine einfetten, Teig einfüllen, zugedeckt 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.


In den vorgeheizten Ofen stellen und bei ca. 200°C etwa 60 Minuten backen lassen. Zwischendurch (nach 20 und 40 Minuten) zweimal mit zerlassener Butter bestreichen.


































Mittwoch, Dezember 12, 2012

Mandelplätzchen - Weihnachtskekse mit Marzipan und Rosenwasser

Heute möchte ich Euch ein Rezept verraten, das seit 30 Jahren für Begeisterungsstürme bei allen sorgt, die diese Plätzchen bei uns zur Weihnachtszeit vorgesetzt bekommen. Schon mit 4 Jahren habe ich diese Plätzchen gebacken (oder zumindest dabei geholfen...^^), meine Mutter hat sie früher auch für den Weihnachtsbasar des Sportvereins gemacht wo sie regelmäßig nach wenigen Stunden komplett ausverkauft waren, seit nun fast 30 Jahren wird bei uns zur Weihnachtszeit eigentlich kein anderer Keks gebacken.


Leider hat mein Hase ja eine Mandelallergie... Denkbar schlechte Voraussetzungen für diese Plätzchen :(
Wem es ebenso geht, der findet weiter unten eine mandelfreie Variante mit Haselnussmarzipan :)


Rezept

Für den Teig:
350g Mehl
250g Butter
125g Puderzucker
250g Marzipan
1 Ei
1 Eigelb
½ gestr. Teelöffel Hirschhornsalz
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1Fl. Bittermandel Backaroma

 Für die Auflage:
300g Mandelplättchen
200g Zucker
einige Esslöffel Rosenwasser

Mehl in einer Schüssel mit Butter in Würfeln (möglichst nicht zu hart, rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen) zu Streuseln verarbeiten. Eigelb mit Hirschhornsalz im Mörser verreiben. Alle übrigen Zutaten für den Teig zu den Streuseln hinzugeben (Marzpian in Würfel schneiden), zum Schluss das jetzt leicht schaumige Eigelb in die Schüssel geben. Alles gut mit den Händen verkneten, da das Marzipan "erfühlt" und zerdrückt werden muss, hilft hier eine Maschine nicht so viel. Den Teig mindestens eine Stunde kaltstellen; da die große Schüssel nicht besonders gut in den Kühlschrank passt, haben wir den Teig immer auf die Terasse gestellt (im Winter ist es ja in der Regel kalt draußen), zum Schutz vor Tieren kann man einen großen Teller auflegen.


Danach auf einer bemehlten Fläche ausrollen und Plätzchen ausstechen, diese auf ein Blech geben. Der Teig reicht für ca. 3 Bleche.
Jetzt wird die Auflage angerührt, dazu die Mandeln mit dem Zucker in ein Schälchen geben und nach und nach Rosenwasser hinzugeben, bis der Zucker gut an den Mandeln klebt (Zuckernester sollten gut verrührt werden). Man muss aufpassen, nicht zuviel Rosenwasser zu verwenden, dann wird die Masse zu nass und läuft von den Keksen herunter beim Backen. Die Mandel-Zucker-Masse mit Hilfe eines Teelöffels auf die Plätzchen geben, jetzt ist die richtige Zeit, den Ofen auf 180°C  vorzuheizen. Rosenwasser gibt es im Asia-Laden oder in der Apotheke.

Die Kekse brauchen im Ofen etwa 20-30 Minuten, man sollte sie im Auge behalten, da sie je nach Schiene sehr unterschiedlich gebräunt sein können. Manchmal ist eine Schiene schon fertig und kann rausgenommen werden, während eine andere noch locker 5 Minuten braucht.

Wem das ganze zu süß ist, der kann sowohl den Zucker im Teig als auch den der Mandelauflage etwas reduzieren.


Variante mit Haselnüssen
Damit das Rezept eins zu eins wie oben beschrieben umgesetzt werden kann, habe ich einfach ein "Haselnussmarzipan" zusammengeknetet, das anstelle des echten Marzipans verwendet wird. Ebenso kann man für die Auflage einfach gehobelte Haselnüsse verwenden.

Rezept Haselnussmarzipan:
125g gemahlene Haselnüsse
125g Puderzucker
1/2 Fläschchen Bittermandel-Backaroma
1-2 Teelöffel Rosenwasser

Die gemahlenen Haselnüsse habe ich nochmal im Mixer gemahlen um es noch etwas feiner zu bekommen, dies ist aber nicht unbedingt nötig. Hierbei tritt noch mehr Öl aus und die Masse wird ziemlich klebrig und ist nicht mehr rieselfähig.

Nun einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verkneten. Auch wenn die Masse zunächst etwas trocken wirkt, sollte man erstmal weiterkneten ehe man evtl. zuviel Rosenwasser zugibt, meist wird es im Verlauf doch zu einer Marzipan-ähnlichen festen Masse. Bis zum Gebrauch in einen Frischhaltebeutel geben und im Kühlschrank aufbewahren. Dann wie im Rezept oben beschrieben vorgehen.




Sonntag, November 25, 2012

Sugar Scrub mit Seife

Schon länger trage ich mich mit dem Gedanken, mal (wieder) ein Salz- oder Zuckerpeeling zusammenzurühren. Oft wird ein Sugar Scrub ja nur mit Öl gemacht (klar, in Wasser löst sich der Zucker ja auf), aber mir ist das immer etwas zu ölig gewesen. Deshalb habe ich nun mit Flüssigseife (bzw. Schmierseife aus KOH-Verseifung) experimentiert.



Rezept:
50g Olivenöl (oder Öl nach Wahl)
100g brauner Zucker
20g Bittersalz (Magnesiumsulfat)
90g KOH-Seife
3g rosa Tonerde
10-20 Tropfen süßes Orangenöl

Öl und Seife in einem Topf vermengen, Zucker, Salz und Tonerde in einem anderen Topf vermengen und dann unter Rühren langsam ins Fett-Seife-Gemisch rieseln lassen. Zum Schluss unter Rühren das ätherische Öl zugeben.

Es tun sich hierbei folgende Schwierigkeiten auf:

- Das Verhältnis Öl / Seife muss stimmen, da bei zu viel Öl die Waschaktivität der Seife nicht mehr reicht und man einen schaumig-öligen Film auf der Haut hat, der nicht ganz leicht wieder abzuwaschen ist. Bei zu viel Seife, ist die Haut nicht starkt genug gepflegt wie ich finde. Da aber das Gewicht (also die Menge der Seife) immer auch von der verwendeten Flüssigkeitsmenge bei der Herstellung abhängt, muss wohl jeder für sich selbst etwas experimentieren, wie es am besten passt.

- Ich habe eine Schmierseife mit ca. 1/3 Kokosfett und 3/4 Olivenöl verwendet. Olivenöl ist toll für die Haut, aber die Seife hat durchaus einen bestimmten Eigengeruch. Wenn man nachher beduftet, ob nun mit PÖ oder ÄÖ, muss man das bedenken, denn der Duft wird immer leicht verfälscht wie ich festgestellt habe.


damit man sich mal sone richtige Abreibung verpassen kann.... ^^

PS: Ich hatte vorher etwas ähnliches mit Goldmica und Parfumöl angerührt und habe mit roten Quaddeln und Jucken darauf reagiert, was mir sonst eigentlich nie passiert. Deshalb ist das hier jetzt völlig naturbelassen und nicht gefärbt.


Honigseife

Nach einer verkorksten Honigseife, die so extrem gegelt hat, dass sie mir dunkelbraun verbrutzelt ist, habe ich mir einen tollen Tip aus dem Seifenforum zu Herzen genommen und SEHR kalt gearbeitet. Heißt: Die Fette werden bis auf ca. 12 Grad runtergekühlt (hatte denTopf im Bad vorm Fenster auf Kipp stehen), egal ob sie dann wieder leicht fest werden oder nicht. Die Lauge (ebenfalls 12 Grad kalt) kann nachher mit dem Pü-Stab auch in "Pampe" gut eingerührt werden.


Zutaten: 150g Palmöl, 100g Rapsöl, 100g Kokosfett, 80g Sonnenblumenöl, 50g Rizinusöl, 20g Bienenwachs, 100g Honig und etwas Jojobaöl zur Überfettung das weg musste, ca. 7% überfettet. Im Nachhinein kann ich sagen: lieber nur 10g Bienenwachs nehmen, die Seife war nach wenigen Stunden beim schneiden schon sehr hart und ist etwas zerbröselt.




Beduftet ist sie gar nicht, so riecht sie nur schön nach Honig und Biene, wie es sein soll ;)




Montag, November 19, 2012

Noch ne Lush-Geschichte....



Da ich neulich (nach dem kleinen Mr Bumble, der mir aber auch eigentlich gar nicht gehört ;) ) unerwartet auch noch zur stolzen Besitzerin eines Sugar Scrubs von Lush wurde, habe ich mich dann doch nochmal etwas mehr mit deren Produkten auseinandergesetzt und auf deren Homepage gestöbert.

Damit mir diese Firma nicht demnächst eine Unterlassungsklage anhängt, fange ich mal mit dem an, was ich positiv fand ;)

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich persönlich die Aufmachung und das ganze Layout der Lush-Produkte furchtbar finde… Diese Comicschrift auf schwarzem Grund macht mir jetzt überhaupt keine Lust, das ins Bad zu stellen, weil es irgendwie billig wirkt in diesen Plastikpötten. Umso überraschter war ich, als ich sah, dass Lush Gesichtscreme für 65,- Euro im Angebot hat! Eher nicht das Preissegment von Teenagern, also mal genauer hingeschaut bei der Gorgeous Gesichtscreme (45ml!). Diese Creme enthält tatsächlich eine schöne Mischung aus pflegenden Ölen, den größten Anteil hat Bio-Olivenöl, aber ganz weit vorne steht auch Nachtkerzenöl, das auch gerne bei sehr gereizter und empfindlicher Haut sowie Neurodermitis eingesetzt wird. Im Vergleich zu vielen anderen hochpreisigen Marken (die bei Ökotest regelmäßig ganz hinten liegen…) hat man hier auf viele der üblichen chemischen Zusätze verzichtet, wirklich im Vergleich ne tolle Creme!
Dass dann doch mit Parabenen konserviert wurde… Naja, drücken wir nen Auge zu. Was das Triethanolamin dann noch darin verloren hat… Nunja, schade, denn dieser Stoff steht mittlerweile im Verdacht Krebs zu erregen, hätte man weglassen können, steht aber fast ganz hinten und wird nicht in großen Mengen vorhanden sein. Wen es interessiert: Ich habe in den Versuchen zu meiner Diplomarbeit mit Triethanolamin (TEA) mal (mit der üblichen Schutzkleidung, Handschuhe etc.) Zeolithe synthetisiert, die zur Spaltung von Erdöl und Filterung von Gasen verwendet werden… Aber das nur am Rande. Ins Gesicht hätte ich mir das jetzt nicht unbedingt gerschmiert….^^

Was mich wirklich sehr erstaunt hat: Lush bietet frische Masken mit z.B. pürierten Blaubeeren an, die nicht konserviert sind und im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen. Das finde ich wirklich mutig und habe ich noch bei keinem anderen Hersteller gesehen! Solche frischen Produkte kann man nicht auf Vorrat produzieren, schlecht und nur kurz lagern und viele Hersteller gehen lieber auf Nummer sicher und geben ne Ladung Konservierungsstoffe mehr rein… Aber gar keine so wie hier! Wie gesagt, nicht schlecht… Keine Angst vor Beschwerden auf Grund von Schimmelwiesen nach 3 Wochen im warmen Bad oder so, Hut ab (also im Ernst jetzt!).

Nach den positiven Überraschungen jetzt mal zu den negativen…..

Gar nicht gefallen mir diese festen Badeschäume und Shampoos, die alle an vorderster Front Sodium Lauryl Sulfat enthalten. Dieses Tensid wirkt austrocknend und hautirritierend und es gibt beispielsweise bei Biokosmetik auch bessere Alternativen. Das Problem ist wohl eher, dass das Produkt bei Lush nunmal fest sein soll: Viele andere Tenside sind nicht oder nicht so billig in Pulverform erhältlich, somit eben nur für Gele und Flüssige Waschmittel geeignet. Dazu kommen in diesen Shampoobars noch PEG-Derivate, DEA (siehe TEA)… Für mich eine Spielerei, die nach Natur aussehen soll und es aber nicht ist, nur „mal was anderes“ eben. Zumal: Lush ist stolz darauf, Verpackungsmaterial durch die festen, trockenen Produkte zu sparen und somit die Umwelt zu schonen… Dass die verwendeten Tenside und andere Inhaltsstoffe aber schwer abbaubar sind und die Umwelt belasten, das scheint sie eher nicht zu interessieren…. Versteht der Verbraucher auch nicht so leicht wie die Geschichte mit der Verpackung, toller Marketingtrick….

Also man merkt vielleicht, ich werde kein Fan von dem Laden ;) Für mich hat jedes Produkt der Bio-Eigenmarken der großen Drogerieketten deutlich mehr zu bieten, und das zu moderaten Preisen. Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, kann es ja mal hiermit versuchen…..

Bild geklaut bei https://www.facebook.com/Alterra.Naturkosmetik

Donnerstag, November 01, 2012

Rote Lippenpomade aus dem Jahr 1857... Ja es ist ROT!

In dem alten Buch "Toiletten-Chemie" aus dem Jahr 1857 habe ich gerade ein schönes Rezept für rote Lippenpomade gefunden, das wie folgt lautete:



Fettes Mandelöl         ½ Pfund
Walrat                         4 Loth
weißes Wachs             4 Loth
Alkannawurzel           4 Loth
Rosenöl                     ½ Loth

Alles zusammen im Wasserbad schmelzen (außer das Rosenöl), Alkannawurzel dazu und warten bis sie die Farbe abgegeben hat, dann durch ein Tuch schlagen (filtrieren), das Rosenöl dazu und abfüllen.


Da ich sofort loslegen wollte, musste ich das ganze ein Bißchen abwandeln auf die Zutaten die hier sind, mal abgesehen davon, dass echter Walrat heutzutage ja sowieso verboten ist. Mein Rezept sah also so aus:

Jojobaöl                       25g
Distelöl                        25g
Cetylakohol                   5g
Lamecreme                     5g
Kakaobutter                    5g
Mangobutter                   5g
weißes Bienenwachs    10g
Alkannawurzelpulver    15g

Gemacht wie oben beschrieben. Ich bin total fasziniert, wie extrem die Alkanna rot färbt!! Da hätte locker die Hälfte gereicht, meine Lippen sehen ganz blutig aus (auch wenn man das auf dem Foto mit dieser doofen webcam mal gar nicht sieht^^) :D 





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